„Ist das jetzt Diskriminierung? Und was kann ich tun?“ – Mülheimer*innen mit Migrationsgeschichte erleben bei der Arbeitsplatz- und Wohnungssuche oder beim Umgang mit Behörden viele Unsicherheiten. Genau diese Erfahrungen griff nun ein Workshop des Flüchtlingsreferates gemeinsam mit der Antidiskriminierungsstelle der Stadt auf. An zwei Terminen kamen Mülheimer*innen mit Migrationsgeschichte zu den Workshops im Haus der Evangelischen Kirche zusammen.
Fatemeh Hippler von der Migrationsberatung für Erwachsene des Kirchenkreises und Hakan Caliskan von der Antidiskriminierungsstelle der Stadt Mülheim leiteten das Programm. Die Workshoprunden waren in sich divers besetzt: Teilnehmende unterschiedlicher Herkunft, Religion und aus verschiedenen Altersgruppen waren dabei.
Referentin Fatemeh Hippler erklärt: „Ziel des Workshops war es, Menschen mit Migrationsgeschichte dabei zu unterstützen, mögliche Diskriminierung besser zu erkennen, Situationen einzuschätzen und zu dokumentieren sowie passende Hilfsangebote zu finden. In der Beratung zeigt sich häufig, dass Betroffene unsicher sind, ob sie diskriminiert wurden und welche Möglichkeiten sie haben, Unterstützung zu erhalten.“ Eine Besonderheit war das kompakte Format von nur rund einer Stunde Workshopdauer. „Da viele Ratsuchende nur wenig Zeit haben, wurde der Workshop auf eine Stunde begrenzt. So konnten die wichtigsten Informationen kurz und verständlich vermittelt werden.“
Der Einstieg ins Thema war offenbar gelungen – viele Teilnehmende meldeten zurück, dass sie an einer Fortsetzung interessiert sind.
Für weitere Fragen und persönliche Unterstützung können Interessierte die offene Sprechstunde der Migrationsberatung im Evangelischen Kirchenkreis besuchen: jeweils dienstags von 13 bis 16 Uhr statt, Eingang über den Innenhof an der Althofstraße 9.

